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Montag, 24. Juli 2017

Iran kann kein Reiseland für Demokrat_innen sein!

STOP THE BOMB protestierte gegen den Besuch des iranischen Vizepräsidenten Masoud Soltanifar auf der Tourismusmesse in Berlin

Am 3. März 2015 wurde die Tourismusmesse ITB mit einer Feier eröffnet, als Sprecher angekündigt war u.a. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Der iranische Vizepräsident Masood Soltanifar war ebenfalls zur Messe angereist. Iran ist erstmals mit einer kompletten Halle auf der Messe vertreten und gilt als beliebtes Reiseland.

Iran als größter staatlicher Sponsor von islamistischem Terror und als Land mit den meisten Hinrichtungen pro Einwohner kann kein Reiseland für Demokrat_innen sein!

STOP THE BOMB protestiert gegen die Einladung des iranischen Vizepräsidenten und wird mit Flugblättern und Plakaten vor Ort präsent sein.

Treffpunkt: City Cube Berlin
Zeit: 17.15

Berichterstattung


Flugblatt

Iran kann kein Reiseland für Demokrat_innen sein!

Proteste gegen iranischen Vizepräsidenten in Berlin

STOP THE BOMB protestiert gegen die Einladung von Masood Soltani-Far, iranischer Vizepräsident und Leiter der iranischen Tourismusorganisation, zur Tourismusmesse ITB in Berlin. Das iranische Regime präsentiert sich auf der Messe mit einer kompletten Halle und wird zu den „Trendzielen“ gerechnet.

Dass das iranische Regime sich auf der Messe derart präsentieren kann, ist beschämend:

Iran ist das Land mit den meisten Hinrichtungen pro Einwohner. Die Zahlen sind seit Rohanis Amtseinführung weiter dramatisch gestiegen. In Isfahan wurden im Oktober 2014 Frauen mit Säure attackiert, eine althergebrachte Praxis islamischer Fundamentalisten gegen 'unislamisch' gekleidete Frauen. Die Hinrichtung der 26-jährigen Reyhaneh Jabbari, die für sich Notwehr gegen einen Vergewaltiger reklamierte, erregte weltweit Proteste.

Die Unterdrückung der Frauen manifestiert sich unter anderem in dem Zwang zum Tragen des Schleiers. Gegen alle Frauen, die sich unislamisch verhalten, ist der Mann zu Übergriffen ermächtigt. Für Ehebruch und vorehelichen Geschlechtsverkehr ist nach dem iranischen Strafgesetzbuch die Steinigung vorgesehen.


Das islamische Strafrecht sieht für homosexuelle Handlungen die Todesstrafe vor. Homosexuelle werden drangsaliert, willkürlich verhaftet und misshandelt. Seit 1979 sollen in der Islamischen Republik Iran Menschenrechtsorganisationen zufolge mindestens 4.000 Homosexuelle hingerichtet worden sein.

Iran ist das Land mit meisten Hinrichtungen im Verhältnis zur Bevölkerungszahl weltweit.

Für die hohe Zahl an politischen Gefangenen sind Folter, Isolationshaft, verwehrter Zugang zu Rechtsverteidigern, eklatante Verstöße gegen medizinische Versorgung an der Tagesordnung. 

Der Antisemitismus ist ein konstitutives Element der Islamischen Republik Iran. Die Vernichtungsdrohungen gegenüber Israel gehören seit 1979 zum offiziellen Programm der iranischen Theokratie. Präsident Hassan Rohani hat Israel als „elendes Land“, eine „Wunde im Körper des Islams“ und „großen zionistischen Satan“ bezeichnet. Der Oberste Geistliche Führer Ali Khamenei hat Israel 2012 ein „Krebsgeschwür“ genannt, „das herausgeschnitten werden sollte und herausgeschnitten werden wird“. Im März 2014 leugnete Khamenei auf twitter erneut den Holocaust: "Holocaust is an event whose reality is uncertain and if it has happened, it's uncertain how it has happened."

Das iranische Regime als größter staatlicher Sponsor von islamistischem Terror und als Land mit den meisten Hinrichtungen pro Einwohner kann kein Reiseland für Demokrat_innen sein.

Keine Reisen in das Regime der Hinrichtungen, der Holocaustleugnung und der Vernichtungsdrohungen gegen Israel!

Keine Bühne für Repräsentanten dieses Regimes! Keine Bühne für Masood Soltani-Far!