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Montag, 23. Oktober 2017

Pressereaktionen

Financial Times Deutschland - Deutsche Jubelperser stechen in See (12.2.2010)

Die Welt - Hotel "Atlantic" sagt Iran-Konferenz ab. Hintergrund der regimetreuen Veranstaltung war nicht bekannt (10.2.2010)

 

Presseerklärung: Iranische Regimepropaganda im Hamburger Hotel Kempinski nach Protesten abgesagt

STOP THE BOMB, Hamburg, 10.2.2010

Die für den 11. Februar geplante Konferenz »Islamische Republik Iran: am Ende oder im Aufschwung?« wurde am gestrigen Dienstag vom Hamburger Atlantic Kempinski Hotel abgesagt. Auf der von islamistischen Lobbygruppen organisierten Veranstaltung sollten neben bekannten deutschsprachigen Israelhassern auch der Botschafter der Islamischen Republik Iran, Ali Reza Scheikh Attar, sprechen. Gegen die Konferenz hatte die Koalition STOP THE BOMB und die Hamburger Studienbibliothek eine Protestkundgebung angemeldet, die unter anderem von der Berliner Jüdischen Gemeinde und dem Deutsch-Israelischen Jugendforum unterstützt wurde. Auch exiliranische Oppositionelle hatten beim Kempinski-Hotel gegen die Propagandaveranstaltung des Mullahregimes protestiert. Die Geschäftsführung erklärte daraufhin, von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch zu machen.

Andreas Benl, Hamburger Sprecher von STOP THE BOMB, bezeichnete die Absage als überfällig: »Das iranische Regime organisiert die blutige Unterdrückung der Freiheitsbewegung und strebt zugleich nach der Atombombe, um Israel auszulöschen. Erfreulich, dass dessen Vertreter und ihre deutschen Geistesverwandten es zunehmend schwerer haben, ein öffentliches Forum für ihre Hetze zu finden.« Bereits im Juni 2009 hatten STOP THE BOMB und iranische Oppositionsgruppen erfolgreich gegen eine in Leipzig geplante Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Botschafter und Ahmadinejad-Vertrauten Reza Attar protestiert. Auch die am heutigen Dienstag stattfindende Feier zum 31. Jahrestag der Islamischen Revolution musste aus Angst vor Protesten aus dem Berliner Hotel Maritim in die Räume der iranischen Botschaft verlegt werden.

»Umso dringlicher«, so Benl, »dass auch die handfeste wirtschaftliche Unterstützung, die man hierzulande der Islamischen Republik angedeihen lässt, endlich unterbunden wird.« Deutschland sei der wichtigste Handelspartner des Mullahregimes, insbesondere im High-tech-Bereich sei es von deutschen Importen hochgradig abhängig. Seit langem fordern daher nicht nur STOP THE BOMB, sondern auch große Teile der iranischen Freiheitsbewegung umfassende Handelssanktionen gegen die Islamische Republik Iran.

 

Presseerklärung

STOP THE BOMB Hamburg, 9.2.2010

Kundgebung gegen Propagandaveranstaltung der Islamischen Republik Iran im Hamburger Hotel Kempinski

Die Koalition »STOP THE BOMB« und die Hamburger Studienbibliothek rufen für Donnerstag den 11.2.10 zu einer Protestkundgebung gegen eine Propagandaveranstaltung für die Islamische Republik Iran im Hamburger Hotel Atlantik-Kempinski auf. Zu der Konferenz »Islamische Republik Iran – am Ende oder im Aufschwung?« laden Christoph R. Hörstel, den die FAZ als »umtriebigen Lobbyisten« der Taliban in Deutschland bezeichnet, sowie Bahman Berenjian, dem enge Kontakte zu den Drahtziehern des »Mykonos«-Attentats auf iranische Oppositionelle in Berlin im Jahr 1992 nachgesagt werden.

Als Referenten geladen sind außer dem iranischen Botschafter Scheikh Attar, der als Gouverneur der Provinzen Kurdistan und West-Aserbaidschan persönlich den Terror gegen Oppositionelle beaufsichtigte, auch der ehemalige Leiter des Orient-Instituts Udo Steinbach sowie der Begründer der »Volksinitiative gegen das Finanzkapital« Jürgen Elsässer und der antiisraelische Internetaktivist Thomas Steinberg. Steinbach, Elsässer und Steinberg sind wiederholt als Fürsprecher des iranischen Regimes aufgetreten.

Steinbach plauderte bereits 2001 im Islamischen Zentrum Hamburg mit dem iranischen Holocaustleugner Mohammad-Ali Ramin, Elsässer bejubelte den Terror gegen iranische Oppositionelle mit den Worten: »Gut, dass Ahmadinedschads Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben.«

STOP THE BOMB-Sprecher Andreas Benl kommentierte: »Während sich das iranische Regime für den Jahrestag der islamischen Revolution am 11. Februar auf einen blutigen Showdown mit der iranischen Freiheitsbewegung vorbereitet, mobilisieren iranische und deutsche Antisemiten ihre letzten Aufgebote«. Es sei ein Skandal, dass ausgerechnet das Hotel Kempinski mit seiner Arisierungsgeschichte den Schauplatz dieser Propagandashow abgebe. 

Die Kundgebung vor dem Hotel Kempinski beginnt um 17.00 An der Alster 72. Aus Polizeikreisen wurde bekannt, dass ein Herr Hörstel zum gleichen Zeitpunkt eine Kundgebung angemeldet hat. Benl: »Falls es sich dabei um den Veranstalter der Irankonferenz Christoph R. Hörstel handelt, hoffen wir, dass die Polizei Vorkehrungen getroffen hat, um Übergriffe durch regimetreue Schläger zu verhindern.«

 

Nach erfolgreichem Protest: Kempinski-Hotel in Hamburg kündigt Räume für Regime-Veranstaltung

STOP THE BOMB, 9.2.2010

Nach massiven Protesten u.a. aus der STOP THE BOMB-Koalition und einer angemeldeten Protestkundgebung hat das Kempinski-Hotel "Atlantic" dem Orient-Okzident-Verein die Räume gekündigt. "Zum Zeitpunkt der Anfrage waren dem Hotel weder Hintergrund noch Teilnehmer der Veranstaltung bekannt", heißt es in einer Stellungnahme des Hotels. Die Kundgebung vor dem Hotel ist abgesagt.

STOP THE BOMB bedankt sich bei allen, die uns bei diesen erfolgreichen Protesten unterstützt haben!

 

Aufruf zur Kundgebung am 11.2.2010 in Hamburg

Gegen die Kollaboration mit dem iranischen Regime!

STOP THE BOMB und Hamburger Studienbibliothek, 7.2.2010

Während sich das iranische Regime für den Jahrestag der islamischen Revolution am 11. Februar auf einen blutigen Show­down mit der iranischen Freiheitsbewe­gung vorbereitet, planen mehr und weniger prominente Anhänger und Lobbyisten der Islamischen Republik im Hamburger Kempinski-Hotel eine Iran-Konferenz der besonderen Art.

Als Referenten geladen sind:

  • -> Der iranische Botschafter und Massen­mörder Ali Reza Scheikh Attar, der als Gouverneur der Provinzen Kurdistan und West-Aserbaidschan persönlich den Terror gegen Oppositionelle beaufsichtigte.[1]
  • -> Der in deutschen Medien immer noch als „Nahostexperte“ geschätzte ehemalige Leiter des deutschen Orient-Instituts Udo Steinbach, der die Hamas als „Männer­chor“[2] bezeichnet und der auch im irani­schen Rundfunk immer wieder als antiisra­elischer Interviewpartner willkommen ist.[3]
  • -> Der rot-braune Querfrontstratege Jürgen Elsässer, der Ahmadinejad letzten Sommer zu dessen gefälschtem „Wahlsieg“ gratu­lierte und sich mit folgenden Worten an Folter, Vergewaltigung und Mord von iranischen Oppositionellen ergötzte: „Hier wollen Discomiezen, Teheraner Drogen­junkies und die Strichjungen des Finanz­kapitals eine Party feiern. Gut, dass Ahmi­denedschads Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben.“[4]
  • -> Schließlich der Betreiber der antisemiti­schen Internetseite “Steinberg-Recherche”, Thomas Steinberg, der dort eine eigene Rubrik „Kriegsjuden“ bereithält, und den Mord an jüdischen Jugendlichen gutheißt.[5]

Organisiert wird das Event in deutsch-ira­nischer Co-Produktion:

Einerseits durch Bahman Berenjian von der „Orient-Okzident-Gesellschaft mbH“ Berlin, Organisator von „Islamischem Tourismus“ in den Iran, Betreiber der islamistischen Website Qudstag.de und laut dem amerikanischen Wissenschaftler Masoud Kazemzadeh iranischer Geheimdienstagent und Kontaktperson von Kazem Darabi, einem verurteilten Mörder iranischer Oppositioneller.[6] Auf der deutschen Seite durch Christoph Hörstel, ehemaliger Siemens-Angestellter, Vertrauter des isla­mistischen Terrorchefs Hekmatyar und der Taliban.[7]

Nachdem das iranische Regime eine öffentliche Feier im Berliner Hotel Maritim nach Protesten absagen mußte, meint man nun in Hamburg Asyl für Islamismus und Antisemitismus finden zu können. Schließlich ist Hamburg die Stadt der deutsch-iranischen Kollaboration:

  • -> Hier sitzt die deutsch-iranische Handels­kammer, die völlig unbekümmert von Sanktionsdebatten regelmäßig Seminare für ein deutsch-iranisches Business as usual organisiert.
  • -> Im Islamischen Zentrum Hamburg wurde in den 60er und 70er Jahren die Elite der späteren Islamischen Republik ausgebildet. Laut Verfassungsschutz ist das IZH „verlängerter Arm“ der Teheraner Führung[8], ein Ort an dem unter anderem Udo Steinbach mit dem iranischen Holo­caustleugner Mohammad-Ali Ramin par­lierte.[9]
  • -> Und schließlich hat sich Hamburg zu einem Zentrum des gewalttätigen Antizio­nismus entwickelt, in dem sich linke Anti­semiten als Hilfs-Basiji gegen Gegner des iranischen Regimes und israelsolidarische Menschen gerieren. Ein ideales Pflaster für einen Solidaritätsabend für die Islamische Republik, so mag das Kalkül der Veran­stalter lauten.

Nicht jede Diktatur ist so beliebt wie die iranische. Kaum vorstellbar, dass z.B. eine „Burma-Konferenz“ ein derart buntes Spektrum zusammenbringen könnte. Es ist der Antisemitismus des iranischen Re­gimes, der diese disparate Einheit stiftet. Dass der iranische Botschafter bei seiner Öffentlichkeitsarbeit mittlerweile auf den lunatic fringe von Internetfantasten wie Steinberg und selbsternannten Volkstribu­nen wie Elsässer angewiesen ist, statt wie noch letztes Jahr mit Berliner Schuldirektoren zu konferieren[10] oder in Weimar auf einem Festival über Hafez zu plaudern[11], zeigt aber immerhin auch, wie sehr dem Regime das Wasser bis zum Hals steht. Jede Hand, die sich den Schlächtern von Teheran zur Unterstützung anbietet, wird dankbar ergriffen.

Dass das iranische Regime mittlerweile selbst auf diplomatischem Parkett nicht mehr so wohlgelitten ist, wie vor kurzer Zeit noch, verdankt die Welt vor allem den mutigen Protesten der Bevölkerung im  Iran. Diese Proteste haben bestätigt, was konsequente iranische Oppositionelle bereits seit Jahren sagen: im Iran ist das Regime am schwächsten. Es verdankt seinen Erhalt vor allem seinen Unterstützern und Bündnispartnern im Ausland. Im Iran hat ein Großteil der Demonstranten in den Parolen gegen das Regime längst klargestellt, dass man sehr wohl weiß, was die ideologischen und strategischen Grundpfeiler der Islamischen Republik sind: Geschlechterapartheid, Antisemitismus, Antiamerikanismus und das Atomwaffenprogramm sind untrennbare Teile der islamistischen Terrorpolitik der jetzigen Machthaber im Iran nach innen und außen. Tun wir das uns Mögliche zur Unterstützung der Iraner in ihrem Kampf zur Beendigung dieser mörderischen Diktatur.

Solidarität mit der iranischen Freiheitsbewegung!

Kundgebung gegen die Konferenz: "Islamische Republik Iran: am Ende oder im Aufschwung?" im Kempinski Hotel
wann: am 11.2.2010, 17.00 Uhr
wo: vor dem Hotel Atlantic Kempinski Hamburg, An der Alster 72 – Ecke Holzdamm

STOP THE BOMB  -  Hamburger Studienbibliothek

Bisherige Unterstützer_innen: Deutsch-Israelisches Jugendforum Hamburg, Honestly Concerned e.V., Meggie Jahn, Stellv. Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Berlin und Potsdam, Peyvand – Solidaritätsinitiative für die freiheitsliebenden Menschen im Iran, Stefan Hensel, Vizepräsident der DIG, Jüdische Gemeinde zu Berlin, Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA), Levi Salomon - Beauftragter zur Bekämpfung des Antisemitismus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.


[1] jungle-world.com/artikel/2009/23/35188.html
[2]
www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_orientalist_und_seine_chorknaben/
[3]
vgl. http://german.irib.ir/index.php?option=com_content&view=article&id=32630:interview-mit-professor-udo-steinbach&catid=14:interviews&Itemid=13
german.irib.ir/index.php
german.irib.ir/index.php

[4]
juergenelsaesser.wordpress.com/2009/06/15/gluckwunsch-ahmadinedschad/
[5]
www.steinbergrecherche.com/09kriegsjuden.htm
“Die acht
[von einem palästinensischen Terroristen] getöteten Merkaz-Harav-Schüler, um die Hamburger Wirbel macht, waren keine gewöhnlichen Betbrüder, sondern studierten in der Kaderschmiede für Siedler, also für Landräuber.” www.steinbergrecherche.com/08zionismus.htm
[6]
www.iranian.com/Kazemzadeh/2006/July/Hezbollah/index.html
[7]
www.faz.net/s/RubA330E54C3C12410780B68403A11F948B/Doc~E176019B46E66427C88E9E484ECA1F75C~ATpl~Ecommon~Scontent.html
[8]
www.hamburg.de/archiv/232318/fuehrungswechsel-izh-artikel.html
[9]
www.muslim-firmen.de/muslim-tv/filme_2009/steinbach_frieden3.htm
[10]
de.stopthebomb.net/start/deutschland/lehrerkonferenz.html
[11]
http://www.iranembassy.de/ger/weimar.htm

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Wenn Sie den Aufruf unterstützen möchten, kontaktieren Sie uns bitte.

Das Programm der Iran-Konferenz finden Sie hier (PDF).

Was Sie tun können: Protestieren Sie beim Hotel Kempinski und fordern Sie die Leitung auf, dem iranischen Regime seine Räume nicht zur Verfügung zu stellen!

Hotel Atlantic Kempinski Hamburg An der Alster 72-79 20099 Hamburg