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Montag, 23. Oktober 2017

 

 

Veranstaltung: "Deutschland, Iran und die Bombe. Eine Entgegnung – auch auf Günter Grass"

Dr. Matthias Küntzel

Buchvorstellung mit Matthias Küntzel aus Anlass der Veröffentlichung seines Buches mit gleichnamigem Titel. Im Anschluß Empfang mit Wine & Cheese.

 

Mittwoch, 20. Juni 2012, 19.00 Uhr

Robert-Koch-Saal, Dorotheenstr. 96, 10117 Berlin.

 

Die deutsche Öffentlichkeit möchte nur dann keine iranische Bombe, wenn Teheran freiwillig oder unter dem Druck der Sanktionen darauf verzichtet. Ihr gilt eine israelische oder eine israelisch-amerikanische Militäraktion als das allerschlimmste Übel – viel schlimmer noch als Atomwaffen in Khameneis Hand. Hieraus resultiert ein neuer, ein geradezu panischer Hass auf Israel, wie er in dem Gedicht von Günter Grass seinen Ausdruck fand. Warum?

Berlin verfolgt einen janusköpfigen Kurs: Hier das Versprechen, diese Bombe nicht zu akzeptieren, dort der eiserne Vorsatz, auf harte Maßnahmen gegen Teheran zu verzichten. Die Bundesregierung nimmt die Bombe mit diesem Eiertanz in Kauf. Warum?

Die Bundesregierung hat selbst die Todesfatwa gegen den in Deutschland lebenden Sänger und Dichter Shahin Najafi – ein Idol der freiheitsliebenden Jugend in Iran – geschluckt und wochenlang auf jede Form von Protest verzichtet. Warum?

 „Als das Scheitern der Sanktionspolitik absehbar und das Ende der Hoffnung auf eine friedliche Lösung erkennbar wurde, entschloss ich mich, dieses Buch zu veröffentlichen“ schreibt Küntzel in der Einleitung seines neuen Buchs. „Diese Textsammlung zeigt, was Regierungsbeamte, Banker, Mittelstandsbetriebe, Linke, Grüne und Politikberater getan haben, um Sanktionen gegen Teheran zu unterlaufen und die Wahrscheinlichkeit eines Krieges im Nahen Osten somit zu erhöhen. Das Buch will in der laufenden Debatte um Krieg und Frieden Orientierungshilfe sein und dazu beitragen, die Ursachen für das Debakel zu ergründen und hieraus Schlussfolgerungen zu ziehen.“

Unkostenbeitrag: 3€.

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Eine Veranstaltung von STOP THE BOMB und Scholars for Peace in the Middle East (SPME).