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Monday, September 16, 2019

Rally against the antisemitic Quds-March in Berlin 2019

A documentation of the speeches can be found on the Webpage of the No-Al-Quds-Coalition and below: 

 

Call for action: Against the Quds-March! No Islamism and Antisemitismus in Berlin

 

Rally: Saturday, June 1st, 2019, 3:00 pm
George-Grosz-Platz (Schlüterstr./Kurfürstendamm),
Berlin-Charlottenburg

Each and every year, on the last Friday of the Islamic month of Ramadan radical Islamists and followers of the dictatorship in Iran march through Berlin and call for a battle against Israel. They want to conquer “al Quds” (Quds is the Arabic name for Jerusalem) and destroy the jewish state.

We consider it unbearable that, in the middle of Berlin, it’s still possible to call for the destruction of the world’s biggest jewish community: Israel. We demonstrate for solidarity with Israel and object to every form of antisemitic and islamist propaganda in Berlin.

The Quds-Day was established as a political day of action by revolutionary leader Ayatollah Khomeini in 1979 as a means to globally advocate the destruction of Israel. The Quds-march in Berlin is more or less the mouthpiece of the islamist dictatorship in Iran. Antisemites of different creeds unite on this day, among them followers of the terrorist organization Hezbollah, the Iranian Revolutionary Guards and the “Islamisches Zentrum Hamburg”, as well as functionaries of the “Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands”(IGS) or members of Palestinian terror organizations. Under the guise of standing for Palestinian rights, the Quds march advocates an aggressive stance towards the west, peddles antisemitic conspiracy theories and spreads homophobic and islamist propaganda.
 
In demonstrating against this regime-controlled propaganda we show solidarity with all the democratic forces in and from the region: with the opposition members in Iran and in exile, with the homosexuals and the women fighting for their freedom and against the compulsory Hijab, with Kurdish and Yazidi organisations that suffer under Iran’s aggressive foreign policy. 

  • Germany has to follow the Netherlands and the UK: The entirety of Hezbollah has to be illegalized.
  • Together against Islamism, Antisemitism and Antizionism!
  • Solidarity with Israel andwith the democratic opposition in Iran!
  • For freedom and democracy in Iran!

 

Initiative Committee:
• Amadeu Antonio Stiftung
• American Jewish Committee Berlin
• DGB Berlin-Brandenburg
• Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin-Brandenburg
• Green Party of Iran
• haOlam. de / ADC Bildungswerk e.V.
• IIBSA – International Institute for Education and Research on Antisemitism
• Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus
• Jüdische Gemeinde zu Berlin
• Junges Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft
• Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg
• Kurdische Gemeinde Deutschland
• Mideast Freedom Forum Berlin
• STOP THE BOMB Kampagne
• WerteInitiative. jüdisch-deutsche Positionen

Speech of Mike Delberg - Welcome

Coalition against the Quds-March 2019


Speech of Arne Herz

Deputy mayor of Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf

 

Speech of Fathiyeh Naghibzadeh

Mideast Freedom Forum Berlin

 

Speech of Petra Pau

Vice President of the German Bundestag, DIE LINKE

 

Speech of Andreas Geisel

Senator for Interior and Sports in Berlin, SPD

 

Speech of Dr. Felix Klein

Federal Government Commissioner for Jewish Life in Germany and the Fight against Anti-Semitism

 

Speech of Bijan Djir-Sarai

Member of the Bundestag (FDP)

 

Speech of Jeremy Issacharoff

Ambassador of Israel in Germany

 

Speech of Richard Grenell

Ambassador of the United States in Germany

 

Speech of Ali Ertan Toprak

Kurdish Community in Germany

 

Speech of Burkard Dregger

Chairman of the CDU at the house of representatives in Berlin

 

 

Speech of Pazit Schraga

Jewish Forum for Democracy and against Antisemitism


Sehr geehrte Damen und Herren,

Shalom Chavarim,

Ich danke Ihnen allen, dass Sie heute gekommen sind um Ihre Solidarität mit Israel zu zeigen und mit uns zu protestieren - gegen den größten antisemitischen Aufmarsch Deutschlands.

Es ist nicht zu begreifen, wie die Stadt Berlin Juden schützen möchte und gleichzeitig erlaubt, dass radikale Islamisten/innen, Anhänger/innen der menschenverachtenden Diktatur Irans, inzwischen vereint mit Rechtsextremen, durch Berlin marschieren, zum Kampf gegen Israel aufrufen, offenen Judenhass propagieren und den einzigen jüdischen Staat vernichten wollen.

Für diese Zwecke wurde diese Propagandaveranstaltung vom iranischen Regime hier in Berlin und anderen europäischen Städten ins Leben gerufen. Das „Event“ wird weiterhin vom iranischen Regime finanziert und organisiert

Wie lassen sich solche Aktivitäten eines fremden Staates auf deutschem Territorium rechtfertigen?

Wie erklärt es sich, dass der Hisbollah, die hier mit marschiert, nicht auch der politische Arm verboten wird, der in Deutschland Geldwäsche betreibt für den antisemitischen Terrorkampf gegen Israel?

Anders als Deutschland haben die USA, Kanada, Niederlande und sogar Großbritannien bereits beide Arme als zu einem terroristischen Körper gehörend erkannt und verboten.

Wie passt die deutsche Appeasement-Politik gegenüber Iran, wie passt das Zulassen solcher Veranstaltungen, welche die Vernichtung Israels propagieren, mit der deutschen Staatsräson der Sicherheit Israels (und aller Juden) zusammen?

Wer sich mit Juden in Deutschland und auf der ganzen Welt solidarisieren und sie schützen will - muss das auch mit Israel tun. Und zwar nicht durch Worte, das Tragen einer Kippa oder das Hissen von Fahnen, sondern durch konkrete Maßnahmen.

Juden und Israel werden immer miteinander verbunden sein. Für die einen aus kulturellen oder historischen Gründen. Und für alle Juden, ganz gleich ob atheistisch, säkular oder religiös, bietet Israel aus der Erfahrung der letzten Jahrtausende eine garantierte, eine sichere Flucht- und Heimatstätte.

Mehr denn je seit dem Zweiten Weltkrieg befinden sich Juden heute wieder in ernsthafter Gefahr. Und das nicht nur in Berlin und in ganz Deutschland. Die Gefahr für Juden verschärft sich in ganz Europa und der restlichen Welt.

An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich bei Felix Klein bedanken, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus.

Danke Herr Klein, danke dass Sie die Wahrheit ausgesprochen haben, ohne zu beschönigen! Und ohne leere Versprechen, welche die Bundesregierung derzeit nicht erfüllen kann.

Es versteht sich, dass Sie nicht etwa Ihren Wunsch ausgesprochen hätten, sondern dass Sie die traurige Realität schildern.

Jeder Jude weiß schon lange, dass es gefährlich sein kann sich in der Öffentlichkeit erkennbar zu zeigen, und das nicht nur in Berlin.

Deswegen setzen die meisten religiösen Juden immer einen Hut oder eine Baseballcap über die Kippa auf, und zwar jedes Mal, wenn sie einen vertrauensvollen Ort verlassen. Jüdische Organisationen sagen das schon lange. Aber wenn die Bundesregierung, erst jetzt durch Ihre Worte, Herr Klein, einen Weckruf erhalten hat, dann ist das besser als nie.

Allerdings wird die Kippa-Debatte in all der Aufregung falsch geführt. Hier geht es nicht um Religionsfreiheit. Die Kippa ist nicht das Problem, sondern die Antisemiten sind das Problem. Die Antisemiten, die in ihrem unverhohlenen Hass und ihrer verschwörerischen Projektion auf das ganze Judentum einzelne Juden stellvertretend angreifen.

Um diese Motivlage zu verstehen und Juden zu schützen, müssen sich Justiz, Polizei, alle Landesregierungen und auch die Bundesregierung und ihre Minister mit den Formen und Hintergründen von Antisemitismen auseinandersetzen - um diese überhaupt zu erkennen und entsprechende Maßnahmen oder Urteile beschließen zu können.

Die virulenteste und gefährlichste Form des Antisemitismus für Juden in aller Welt, ist heutzutage der israelbezogene Antisemitismus, der wegen des verzerrten Bildes über den Nah-Ost Konflikt, Israel für alles verantwortlich macht und verteufelt. Das Erstarken des Antizionismus ist für viele gewalttätige Übergriffe auf Juden verantwortlich.

Das sieht man an Pittsburgh, den Geschehnissen in Frankreich und auch an der steigenden Zahl an Übergriffen auf Juden in Deutschland.

Die Quds-Demonstration ist solch eine Brutstätte für gärenden, gewaltvollen Antisemitismus, die jedes Jahr wächst.

Wenn die Stadt Berlin noch nicht einmal in der Lage ist, die größte Antisemitismus Party Deutschlands zu verbieten, wie wollen Sie den Eindruck erwecken, Juden überhaupt schützen zu können?

Vor einer Woche fällte das Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen ein Urteil, das auch im Fall des Quds-Marsches wegweisend sein sollte. Es entschied, dass die auf zwei Wahlplakaten der Partei „Die Rechte“ enthaltenen antisemitischen Aufschriften geeignet sind, den Eindruck einer Bedrohung der insbesondere in Deutschland lebenden jüdischen Bevölkerung zu erwecken.

Eines der Plakate enthielt die Parole “Zionismus stoppen. Israel ist unser Unglück”. Der Inhalt, so das Urteil, verbunden mit dem Aufmarsch von Rechtsextremisten und dem Rufen der bezeichneten Parolen, sei geeignet, die öffentliche Ordnung zu beeinträchtigen und die in Deutschland lebenden jüdischen Menschen einzuschüchtern.“

Die Dortmunder Polizei hatte für den Aufzug letzten Samstag in Dortmund sogar gefordert, alle Wahlplakate mit antisemitischem Inhalt der Partei "Die Rechte", an der Aufzugsstrecke abzuhängen. Wenn die Berliner Polizei das beim Quds-Marsch machte, müssten die meisten Teilnehmer ohne Schilder herumlaufen.

Das Arbeitsgericht Berlin hat gerade im Fall eines Volkslehrers entschieden, dass jede Anspielung auf die immerwährende 'jüdische Weltverschwörung' einen unmittelbaren Angriff auf die verfassungsmäßige Ordnung unseres Staates darstellt. Genau das aber propagiert der Quds-Marsch in Bezug auf den jüdischen Staat.

Events wie diese, in denen die Vernichtung Israels und Hetze gegen Juden betrieben wird, müssen gerade in einer deutschen Demokratie untersagt werden können.

Verbieten Sie diese unsägliche Veranstaltung und vertrauen Sie notfalls den Gerichten, die Quds-Demo als unmittelbaren Angriff auf die verfassungsmäßige Ordnung unseres Staates, als Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung und vor allem: als Einschüchterung und Bedrohung von in Berlin und in ganz Deutschland lebenden Juden zu werten.

 

Speech of Ulrich Keßler

Union of Lesbians and Gays in Berlin-Brandenburg LSVD

 

Speech of Gideon Joffe

Jewish Community in Berlin

 

Speech of Maya Zehden

German-Israeli Friendship Association DIG Berlin-Brandenburg and Honestly Concerned

 

Speech of Ricarda Lang

Green Youth spokesperson

Media (selection)

Deutschlandfunk Kultur: Aufrufe zur Zerstörung Israels in Berlin sind "unerträglich" (1.6.2019)

arte: Al-Quds-Tag in Berlin: Demo trifft auf Gegendemo (1.6.2019)

tagesschau: Proteste gegen Al-Kuds-Marsch in Berlin (1.6.2019)

ZDF: Heute Journal (1.6.2019)

Jüdische Rundschau: Antisemitische „Al Quds“-Demo marschiert über den Kurfürstendamm (6.6.2019)

hpd: Kazem Moussavi: Der antisemitische Quds-Marsch - eine Gefahr für die Sicherheit Deutschlands (3.6.2019)

Jerusalem Post:
Angela Merkel allows Al-Quds Day march amid rising Jew-hatred (2.6.2019)

Domradio: Heftiger Protest gegen Al Quds Tag (2.6.2019)

BZ:
Es ist wichtig, als Gegenpol auf die Straße zu gehen (2.6.2019)

Frankfurter Rundschau: Protest gegen Israelfeinde in Berlin (2.6.2019)

Neues Deutschland: Mit Kippa gegen Islamismus (2.6.2019)

Taz: Al Quds Tag in Berlin: Protest gegen Israelfeinde (2.6.2019)

FAZ:
Anti-Israel-Demonstration ruft lautstarke Proteste hervor (1.6.2019)

BILD: Hunderte zeigen Flagge gegen Judenhass-Demo (1.6.2019)

FAZ: Unerträglicher Antisemitismus. Kommentar von Rainer Herrmann (1.6.2019) 

dw: Germany's anti-Semitism debate raises its head at pro-Palestinian march in Berlin (1.6.2019)

Harzkurier: Umstrittene Al-Quds-Demo in Berlin (1.6.2019)

Times of Israel: Hundreds of anti-Israel protesters, counter-protesters face off in Berlin (01.06.2019)

Berlin Spectator: Al Quds hatred rejected by counter-protesters (1.6.2019)

BR: Innenminister Herrmann verurteilt Al-Quds-Marsch in Berlin (1.6.2019)

Berliner Morgenpost: Al-Quds-Marsch: Berliner Innensenator fordert Verbot der Hisbollah (1.6.2019)

Berliner Morgenpost: Der Al-Quds-Tag ist eine Schande und gehört verboten (1.6.2019)

Berliner Morgenpost: Die City West zeigt klare Kante gegen Antisemitismus (1.6.2019)

Stern: Umstrittene Al-Quds-Demonstration in Berlin (1.6.2019)

Focus: Israel-Gegner und Antisemitismus-Gegner bei Al-Quds-Marsch in Berlin (2.6.2019) 

Westfälische Rundschau: Protest gegen umstrittenen Al-Quds-Marsch (1.6.2019)

RP-Online: 1200 Menschen protestieren gegen Antisemitismus in Berlin (1.6.2019)

Berliner Morgenpost: Hunderte Teilnehmer beim Al-Quds-Marsch in Berlin (1.6.2019)

Deutschlandfunk Kultur: Interview mit Ulrike Becker (MFFB) zum Al-Quds-Marsch in Berlin (1.6.2019)

Haaretz: Pro and anti-Israel Protests Draw Hundreds in Berlin for Quds Day (1.6.2019)

Berliner Morgenpost: Der Al-Quds-Marsch ist eine Schande und gehört verboten! (1.6.2019)

BILD: "Judenhass ist ein Angriff auf uns alle" (1.6.2019)

taz: Al-Kuds-Tag Berlin: Merkwürdige Allianzen (31.5.2019)

Tagesspiegel: Giffey fordert mehr Engagement gegen Antisemitismus (31.5.2019)

Berliner Zeitung: Al Kuds-Marsch in Berlin. Die Clans, die Hisbollah und die schmutzigen Geschäfte (30.05.2019)

Jüdische Allgemeine: Proteste gegen den "Al-Quds-Marsch" (29.5.2019)

Berliner Zeitung: Mehrere Organisationen fordern Verbot des Al-Kuds-Marsches (28.05.2019)